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Rechtsberatung im Versicherungsrecht in Wolfsburg - Im Versicherungsfall

Das Versicherungsrecht ist eine umfangreiche Spezialmaterie. Die Beratung durch einen Rechtsanwalt ist in den allermeisten Fällen sinnvoll. Wenn Sie ein juristisches Problem im Versicherungsrecht haben und einen Rechtsanwalt im Großraum Wolfsburg - Braunschweig - Gifhorn - Helmstedt suchen, so ist die Anwaltskanzlei Schradick in Wolfsburg gerne Ihr Ansprechpartner im Versicherungsrecht. 

 

I. Der Versicherungsfall: „David-gegen-Goliath-Situation" - Rechtsberatung im Versicherungsrecht durch Rechtsanwalt in der Region Wolfsburg - Braunschweig - Gifhorn - Helmstedt  
Im Versicherungsvertragsrecht stehen sich Parteien gegenüber, die hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Voraussetzungen und juristischen Kenntnisse kaum unterschiedlicher sein können. Die Versicherungsnehmer sind häufig Privatpersonen. Sie haben meist über viele Jahre ihre Versicherungsbeiträge ordnungsgemäß erbracht und erwarten im Schadensfall eine unbürokratische und zügige Auszahlung der vertraglich vereinbarten Versicherungsleistungen. Als juristische Laien kennen sie sich meist weder im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) noch mit den in der Regel sehr umfangreichen allgemeinen und besonderen Versicherungsbedingungen aus, die dem Versicherungsvertrag zugrunde liegen. Die Versicherungen hingegen sind in der Regel große und finanzstarke Wirtschaftsunternehmen, denen daran gelegen ist, die Zahl der Versicherungsfälle möglichst gering zu halten, um so den eigenen Gewinn zu maximieren. Sie beschäftigten eine Vielzahl erfahrener Schadensachbearbeiter und hoch spezialisierter Juristen, die das schwer verständliche und verklausulierte Vertragswerk über viele Jahre ausgetüftelt haben und tagtäglich anwenden.      

II. Häufige Masche der Versicherer: „Hinhalten, kürzen, ablehnen" - Rechtliche Beratung im Versicherungsrecht durch Rechtsanwalt im Großraum Wolfsburg - Braunschweig - Gifhorn -Helmstedt
Eines vorab: Der überwiegende Teil der gemeldeten Schäden wird durch die Versicherungen immer noch ordnungsgemäß reguliert. In Anbetracht der vielen Fälle von Versicherungsbetrug, die in der Bevölkerung häufig als Kavaliersdelikte angesehen werden, herrscht allerdings eine gewisse Grundskepsis der Versicherungsunternehmen vor.

In den vergangenen Jahren hat sich jedoch leider das allgemeine Vorurteil, dass Versicherer ohnehin nicht zahlten, wenn es darauf ankomme, gehäuft bestätigt. Diese Tatsache lässt sich auch daran erkennen, dass die Zahl der vor Gericht erhobenen Klagen und Beschwerden beim Versicherungsombudsmann stark zugenommen haben. Nicht selten werden in der Praxis berechtigte Ansprüche pauschal und ohne nähere Begründung abgelehnt oder erheblich gekürzt. Sehr häufig verzögern die Versicherungsunternehmen zumindest die Auszahlung von Versicherungsleistungen, indem sie beispielsweise erst nach Monaten reagieren oder ständig neue Unterlagen einfordern. Während der Versicherte zermürbt wird und durch ein verschlepptes Regulierungsverhalten in seiner Existenz gefährdet sein kann – z.B. bei verweigerter Auszahlung einer privaten Berufsunfähigkeitsrente –, haben die Versicherer Zeit. Sie verwalten schließlich prall gefüllte Kassen. Jeden Tag, den das Geld im Unternehmen bleibt, erzielt es am Kapitalmarkt Zinsen. Viele Versicherte halten die oft schikanösen Verhaltensweisen der Versicherer nicht durch und geben letztlich klein bei oder sogar ganz auf. Bei einigen Gesellschaften beschleicht einen gar das ungute Gefühl, dass die vorstehend beschriebenen „Tricksereien“ keine Einzelfälle darstellen, sondern zur Geschäftspolitik gehören.    

III. Typische Konfliktsituationen bei der Anspruchsdurchsetzung - Rechtsberatung im Versicherungsrecht durch Rechtsanwalt in der Region Wolfsburg - Braunschweig - Gifhorn - Helmstedt
In der Praxis sieht sich der Versicherte häufig folgenden Einwänden aufseiten des Versicherers ausgesetzt:

  • Der Versicherer bestreitet den Eintritt des Versicherungsfalles und somit seine Leistungsverpflichtung bereits dem Grunde nach. Er behauptet, dass die Angaben in der Schadensanzeige unklar, widersprüchlich oder falsch seien.
  • Der Versicherer behauptet, dass der geltend gemachte Anspruch nicht vom Deckungsumfang erfasst sei oder beruft sich auf vertragliche Risikoausschlüsse. Teilweise wird dabei auf (ältere) Vertragsklauseln Bezug genommen, deren Unwirksamkeit bereits höchstrichterlich festgestellt wurde. Manchmal lehnt der Versicherer auch unter Hinweis auf aktuelle Versicherungsbedingungen die Erbringung der Versicherungsleistung ab, obwohl für den Vertrag des Versicherungsnehmers tatsächlich noch ältere Bedingungen gelten, nach denen der Versicherer eigentlich leisten müsste.
  • Der Versicherer behauptet, dass der Versicherungsnehmer bei Vertragsschluss falsche oder unvollständige Angaben gemacht habe (Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht). Er beruft sich darauf, dass ihm etwaige gegenüber dem Versicherungsvertreter gemachte mündliche Angaben nicht bekannt seien. Der Versicherer tritt vom Vertrag zurück bzw. ficht diesen wegen arglistiger Täuschung an und verweigert die Versicherungsleistung.
  • Der Versicherer behauptet, dass er wegen Prämienverzugs (Erstprämie bzw. Folgeprämie) leistungsfrei sei.
  • Der Versicherer behauptet, dass eine sogenannte Gefahrerhöhung vorliege und er deshalb leistungsfrei sei bzw. die Versicherungsleistung kürzen dürfe.
  • Der Versicherer behauptet, dass eine (vertragliche) Obliegenheitsverletzung vor bzw. nach Eintritt des Versicherungsfalles (z.B. verspätete Schadensmeldung, wahrheitswidrige Angaben zur Schadenshöhe) vorliege. Er nimmt daher eine Leistungskürzung vor oder beruft sich gar auf vollständige Leistungsfreiheit.
  • Der Versicherer behauptet, dass der Versicherungsnehmer die gesetzliche Obliegenheit zur Schadensabwendung und Schadensminderung (sog. „Rettungspflicht“)  verletzt hat. Er nimmt daher eine Leistungskürzung vor oder beruft sich gar auf vollständige Leistungsfreiheit.
  • Der Versicherer behauptet, dass der Versicherungsfall durch den Versicherungsnehmer oder einen Repräsentanten vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt worden sei und verweigert bzw. kürzt die Versicherungsleistung.
  • Der Versicherer lehnt eine Schadenregulierung mit dem Hinweis auf angebliche Vorschäden ab.
  • Der Versicherer beruft sich darauf, dass der Anspruch auf die Versicherungsleistung verjährt sei.


IV. Rechtzeitige Anwaltsbeauftragung stellt „Waffengleichheit“ her - Rechtliche Beratung im Versicherungsrecht durch Rechtsanwalt im Großraum Wolfsburg - Braunschweig - Gifhorn - Helmstedt
Da die wenigsten Versicherungsnehmer dieser „David-gegen-Goliath-Situation“ alleine gegenüber der Versicherung gewachsen sind, empfiehlt sich die Einschaltung eines mit dem Versicherungsrecht vertrauten Rechtsanwalts. Hierdurch wird gewährleistet, dass sich die Streitparteien „auf Augenhöhe“ begegnen. Die Mandatierung sollte – insbesondere bei größeren Schäden – möglichst frühzeitig erfolgen, da bereits bei der Schadensmeldung evidente Fehler gemacht werden können, die im äußersten Fall dazu führen, dass die Versicherung die Leistung verweigert. Jede falsche oder unpräzise Einlassung zu einem Geschehensablauf kann Probleme schaffen, die später nur schwer oder überhaupt nicht mehr zu korrigieren sind. Ferner besteht stets die Gefahr, Fristen zu versäumen, die im Extremfall eine Leistungsfreiheit des Versicherers nach sich ziehen können. Um Interessenkollisionen bereits im Ansatz vorzubeugen, vertreten wir in unserer Rechtsanwaltskanzlei in Wolfsburg ausschließlich Versicherungsnehmer. Unsere außergerichtliche und gerichtliche Beratung und Vertretung erfolgt vorwiegend in den nachfolgenden Versicherungsbereichen:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung;
  • private Unfallversicherung;
  • Risikolebensversicherung;
  • Kapitallebensversicherung;
  • Kfz-Haftpflichtversicherung;
  • Kfz-Teilkaskoversicherung;
  • Kfz-Vollkaskoversicherung. 

 

Wenn Sie also rechtliche Unterstützung im Versicherungsrecht in der Region Wolfsburg - Braunschweig - Gifhorn - Helmstedt durch einen Rechtsanwalt suchen, dann rufen Sie einfach an:

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