Rechtsanwalt Laif Schradick
Unsere Arbeitsweise
„Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand“. Diese aus der römischen Antike stammende Redewendung soll verdeutlichen, dass der Ausgang eines gerichtlich ausgetragenen Rechtsstreits oftmals nicht vorhersehbar ist. In der Neuzeit wird der Kabarettist Dieter Hildebrandt mit der Aussage „Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen.“ nichts anderes gemeint haben.
Wir sind daher stets bestrebt, langwierige und teure Prozesse mit ungewissem Ausgang zu verhindern. Entweder vorausblickend durch die Gestaltung rechtssicherer Testaments- und Vertragsentwürfe oder im Streitfall durch die Herbeiführung einvernehmlicher und außergerichtlicher Konfliktlösungen. „Prozesswütige“ Menschen und solche, denen es ausschließlich „ums Prinzip“ geht, vertreten wir nicht. Personen, die einen pöbelnden „Krawall-Anwalt“ suchen, sind bei uns ebenfalls nicht richtig. Denn auch gegenüber der Gegenseite treten wir stets respektvoll und höflich – wenngleich bestimmt – auf.
Falls ein gerichtlicher Rechtstreit tatsächlich einmal nicht vermeidbar sein sollte, vertreten wir die Rechtsposition unserer Mandantschaft selbstverständlich vor allen deutschen Amts-, Land- und Oberlandesgerichten. Und zwar effizient, zielorientiert und mit allem Nachdruck. Zu Prozessvergleichen wird der Mandantschaft nur geraten, wenn sie der konkreten Verfahrenssituation hinreichend Rechnung tragen und zu einem wirtschaftlich vernünftigen Ergebnis führen. „Faule“ Kompromisse sind mit uns nicht zu machen.
Über die Rechtslage, sinnvolle Handlungsmöglichkeiten und entstehende Kosten werden unsere Mandanten bereits im ersten Beratungsgespräch verständlich und umfassend informiert. Wir werfen nicht mit Fachausdrücken um uns, nur um die Mandantschaft zu beeindrucken oder im Ungewissen zu lassen. Übernommen werden ausschließlich Mandate, von denen wir wirklich etwas verstehen und deren Bearbeitung uns Freude bereit - also Fälle aus unseren langjährigen Kompetenzfeldern Erbrecht und Verkehrsrecht. Trotz konsequenter Spezialisierung durch Schwerpunktsetzung behalten wir stets das „Große und Ganze“ im Blick. Sollte Ihr Rechtsproblem jedoch überwiegend einem anderen Fachgebiet zuzuordnen sein, auf welchem wir nicht über das erforderliche Präsenzwissen bzw. die notwendige Expertise verfügen, nennen wir Ihnen einen spezialisierten Anwaltskollegen. So ist stets gewährleistet, dass Sie bestmöglich beraten und vertreten werden.
Falls wir einer Rechtsangelegenheit geringe Erfolgsaussichten beimessen, weisen wir in aller Deutlichkeit und frühzeitig auf diesen Umstand hin und raten von einer Weiterverfolgung der Sache ab. Dies mag für uns (zunächst) wirtschaftlich ungünstig sein, weil ein Rechtsanwalt sein Honorar grundsätzlich erfolgsunabhängig beanspruchen kann. Wir denken und handeln aber nicht kurzfristig, sondern wünschen uns zufriedene Mandanten, die gerne wiederkommen und uns weiterempfehlen.
Werdegang und Privates
Da ein jedes Mandatsverhältnis eine starke persönliche Komponente aufweist, dürfte es sinnvoll sein, wenn Sie kurz erfahren, mit wem Sie es überwiegend zu tun haben werden:
Geboren wurde ich 1974 in Lüneburg, wo ich im Stadtteil Ebensberg aufwuchs.
Zur Juristerei fand ich erst über Umwege.
Meine Eltern wünschten sich, dass ich etwas „Anständiges“ lerne, um finanziell möglichst schnell auf eigenen Füßen zu stehen. Nach der zehnten Klasse schloss ich daher zunächst eine Bankausbildung in Hamburg ab und arbeitete in diesem Beruf. Die „angestaubte“ Arbeitsatmosphäre in einer Großbank der 1990er Jahre und die Anfänge der stark provisionsorientierten Beratung missfielen mir jedoch sehr schnell. Den Rat meines entsetzten Vaters missachtend, kündigte ich daher meine Festanstellung, um mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen. Vorher leistete ich meinen 15-monatigen Zivildient als pädagogische Hilfskraft in einer Sonderschule für Geistigbehinderte ab. Eine sinnstiftende soziale Tätigkeit, die mir nach meinen Erfahrungen in der Kreditwirtschaft neue Sichtweisen aufzeigte.
Zum Studieren – und eigentlich auch zum Windsurfen – ging es an die Ostsee nach Kiel. Das auf einer sehr präzisen Sprache aufbauende Jurastudium erwies sich für einen begeisterten „Deutsch-LK´ler“ wie mich als Volltreffer. Einen Teil meines Lebensunterhalts finanzierte ich mir viele Jahre mit einem Studentenjob als Call-Center-Agent in der Rechnungshotline eines boomenden Mobilfunkunternehmens. In den ungezählten „Reklamationsgesprächen“ mit emotional aufgebrachten Telefonkunden führte letztlich kein Weg daran vorbei, die für jeden juristischen Beruf erforderliche Konflikt- und Argumentationsfähigkeit permanent zu verfeinern. Ein praktischer Nebeneffekt des Studentenjobs.
Nach dem zweijährigen Rechtsreferendariat im Großraum Hannover und der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft im Jahr 2009 ließ ich mich als selbständiger Anwalt in Wolfsburg nieder. Mein Büro wurde viele Jahre von meiner damaligen Ehefrau geleitet, mit der ich gemeinsam Jura studiert hatte. Ich übe einen Beruf aus, der mir sehr viele Freiheiten lässt und glücklicherweise immer noch große Freude bereitet. Wenn man unterschiedlichsten Menschen in allen Lebenslagen bei der Lösung vielfältiger Rechtsprobleme helfen darf, kann keine Langeweile aufkommen.
Im Jahr 2024 verlegte ich meinen Kanzleisitz in meine Heimatstadt Lüneburg.
In meiner Freizeit unternehme ich gerne Kulturreisen auf den Balkan und auf die Iberische Halbinsel. Außerdem angle ich gerne vom Boot aus in den Fjorden Westnorwegens und am Elbstrand im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue. Um körperlich fit zu bleiben, spiele ich Tennis und betreibe Yoga.
Berufliche Stationen
Ausbildung zum Bankkaufmann in Hamburg
Studium der Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
1. Juristisches Staatsexamen in Schleswig-Holstein 2006
Rechtsreferendariat in Hannover, Hildesheim, Celle, Alfeld (Leine)
2. Juristisches Staatsexamen in Niedersachsen 2008
Rechtsanwalt in Wolfsburg ab 2009 (zeitweise mit Zweigstelle in Braunschweig bzw. Gifhorn)
Rechtsanwalt in Lüneburg seit 2024
Mitgliedschaften
Arbeitsgemeinschaft Erbrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV)
Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV)


